Für die neuen Welpenbesitzerfürsorgegaranten

Persönlich für euch nochmals das Wichtigste: 

 

Wer ist eigentlich aufgeregter - Ihr - die euch schon so lange auf den kleinen Schatz freuen oder der Babywelpe, der plötzlich nicht nur von Mama und Geschwister getrennt ist, sondern auch noch in einer völlig neuen Umgebung steht.

Aber he - ihr seit zu Hause, der flaue Magen kann sich beruhigen. Endlich habt ihr den kl. Welpen für euch. Lasst eurem neuen Familienmitglied Zeit, sich einzugewöhnen.

 

Alles wird beschnüffelt und die wohnliche Entdeckung beginnt. Füllt das mitgegebene Welpenfutter ein und stellt einen wassergefüllten Napf hin. 

 

Ev. für die 2beiner einen Kaffee oder Mineralwasser und in Ruhe beobachten. Für den Welpen ist alles NEU, also legt auch noch das mitgegeben Tüchlein in sein dafür bestimmtes Bettchen. Der Duft gibt dem kleinen Schatzi eine gewisse Geborgenheit.

 

Es sollte ruhig zu und her gehen, ohne Schimpfen, dies würde ein aufblühendes, beginnendes Vertrauen zu euch sofort zerstören.

Lasst die od. den Kleine/n in diesem Anfangsstadium NIEMALS alleine.

Auch in der Nacht nicht. Dies wäre absolut gegen seine Natur, Hundlis sind Rudeltiere und würde ihn nur unnötig verunsichern und ängstigen. Der Stress vom Wechsel zu euch reicht dem Kleinen völlig. Für die Nacht nehmt ihr sein Bettchen mit dem Tuch neben euer Bett, dies wird für eure neue Beziehung sogar dienlich sein und die Bindung festigen. Auch niemals mit Kindern alleine lassen, denn ich bin mir sicher, die Kinder wollen nichts böses und Hundli will nichts böses, jedoch plötzlich ist es passiert..............................und dann unnötiger Stress folgt.

 

In den ersten Tagen, ist es wichtig, dass der Welpe mit seiner neuen, näheren Umgebung vertraut wird. Unterlasst grössere Spaziergänge, schon seiner Gesundheit zuliebe, ihr wisst ja pro Woche 1 min. Besucher bittet ihr auf den Boden, denn ein herunter fallen des Kleinen könnte, will es gar nicht aussprechen...............

 

Er sollte an seinen Namen und an eure Stimme gewöhnt werden, wann immer er kommt und oder euch aufmerksam anguckt, belohnen. So wird er bald Spass an seinem Namen haben und mit Freude zu euch kommen.

 

Beim "Stubenrein werden" müsst ihr ihn genügend unterstützen.

Alle 2 bis 3 Std. raus gehen, ausser Welpchen schläft, sicherlich nach dem Spielen und dies nur am Boden, so wie nach Essen und Trinken.

 

Lasst ihm genügend Zeit. Wenn der Kleine abgelenkt wird, braucht er meist etwas länger um sein Geschäftchen zu erledigen. Ein ruhiges Lob in dem verrichteten Moment, unterstützt seine Bereitschaft, sauber zu werden. Trotz aller Vorsicht, kann es vorkommen, dass der Welpe aus Versehen eine Pfütze oder ein Häufchen im Wohnbereich deponiert.

Bewahrt unbedingt die Ruhe, Schimpfen versteht der Kleine nicht, ihr erreicht damit sogar oft das Gegenteil.

Ein Welpe bis 16 Wochen ist gar nicht fähig, seine Blase überhaupt perfekt zu kontrollieren, also ist es unsere Aufgabe, gut aufzupassen und viel Geduld zu haben.

Es wird sich ganz bestimmt lohnen.

Wenn der Kleine seine Kreise zieht od. langsam den Rücken beugt sofort auf die Arme nehmen und erst Draussen wo er machen darf, wieder auf den Boden stellen. Nehmt euch die Zeit und beobachtet genau, das ist ganz wichtig und erspart euch viel Unangenehmes. 

  

Ganz wichtig: 

1. wenn Welpenrussellchen schläft, BITTE in Ruhe lassen. Ruhe und Geborgenheit ist das absolut WICHTIGSTE.

 

2. Impfen mit 12 Wochen. 2te Impfung zwischen 3 bis 4 Wochen nach der Ersten. Dies ist nun die Grundimunisierung, ob ihr euren Schatz in einem Jahr überhaupt nochmal Impfen lassen wollt, entscheidet ihr selbst. Wenn nicht um so besser. Auch Einzeldosen sind impfbar, man muss nicht eine 6fache Ladung rein lassen. Sicherlich Leptospirose ist sinnvoll. 

 

3. Sobald der Welpe dann ca. 11/12 Wochen jung ist, wird es Zeit für die Welpenspielgruppe (Prägungsspielstunde), auf gar keinen Fall unterlassen, es ist sehr wichtig. Weg von seinen Geschwisterchen muss er neues zum Toben kennen lernen und vor allem andere Hunderassen.

 

4. Mit ca. 15 Wochen kann der Zahnwechsel erfolgen, genügend Kauknochen zur Verfügung stellen, noch mehr als zuvor, sonst na ja wird ein Möbelstück dran glauben müssen. Sowieso wie kleine Kinder müssen sie alles in den Mund nehmen, nur haben sie bereits Zähne und zwar Spitze. Am Besten schon von Anfang an etwas zum Knabbern anbieten, anfänglich ist es sicherlich gut zu kleine noch übriggebliebene Stümpchen zu entfernen, betreffs herunter schlucken.

 

5. Alle 3 Mt., also erstmals wieder mit 5 dann 8 und 12 Monaten entwurmen, wir empfehlen Milbemax. Nachher nur noch ½ jährlich oder bei Bedarf.

Von März bis Oktober alle 2 Mt. mit Frontline, eine Pipette gegen Flöhe und Zecken beträufeln. Alles erhältlich bei eurem TA. Okay Frontline ist Chemie, ev. findet ihr eine andere Lösung. 

 

6. Ihr geht ins Ausland, Tollwutimpfung nicht vergessen, aus tiermedizinischer Sicht sollte sie erst mit halbjährig gemacht werden. Wenn sie gemacht wird, braucht es eine 21 noch besser 30 tägige Frist, also einen Monat vor Abreise impfen lassen. Den roten Heimtierpass dazu verlangen.

 

7. Der Russell Terrier wird mit ca. 7 Monaten in die Geschlechtsreife kommen, also dann kastrieren wenn ihr das möchtet auch auf keinen Fall früher. Bei den Mädels wird die erste Läufigkeit mit ca. 7½ Monaten ev. da sein, dann wärt ihr zu spät oder die erste Läufigkeit abwarten, aber dann bitte bitte so was von aufpassen, nie ohne Leine, denn auch Frauen können wollen. Die Jungs kann man auch noch ungeniert erst mit 10 Mt. bis 1 Jahr.

 

8. Ich rate euch aus eigener Erfahrung an, absolviert mit dem kleinen Schatz unbedingt die Welpenspielstunden, die Junghundeschule und den Erziehungskurs. Am Besten wäre es das erste Jahr durch zu Arbeiten. Ev. gibt es bei euch eine Plauschgruppe, das fördert die Bindung und macht Spass.

 

9. Genau wie bei uns Menschis kann klein Russell euch während der Teenyzeit nicht verstehen *frech grins*. Eure Worte klingen dann irgendwie anders. Bringt in dieser Zeit genügend Geduld auf.

  

Ihr habt euch für etwas wundervolles, lebendiges entschieden, einen Hund.

 

Er wird euch treu für viele Jahre begleiten, viel Spass und Freude bereiten, er legt sein Leben vertrauensvoll in eure Hände, tragt ihm Sorge und behandelt ihn wie einen Freund, denn dies wird er sein und dann noch ewig dankbar.

 

Ein Hund, der seinen Menschen liebt, verteidigt ihn und umgekehrt. Ganz einfach, euer Hundischatz wird so, wie ihr ihn behandelt.

 

Noch wichtige Themen für EUCH unter Wissenswertes.

 

Alles Liebe Fam. Haller-Burch, besonders Hebamme - Frauchen Maja.